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Viktor (Victor) Emil Klemens Franz 
von Gebsattel
1883 - 1976


Viktor (Victor) Emil Klemens Franz 
von Gebsattel
, elder of two sons. GEBSATTEL, Viktor (Victor) Emil Klemens Franz Freiherr von, * 4. Februar 1883 in Mnnchen, † 22. Mčarz 1976 in Bamberg, Humanmediziner, Philosoph, Psychiater, Psychotherapeut, Wissenschaftspublizist und Schriftsteller, Begrnnder einer personal orientierten Medizin (einschl. Psychiatrie und Psychotherapie). - Das bedeutende und hoch angesehene uradelige Geschlecht derer v. G. stammt aus Franken. Urkundlich wurde es erstmals 1180 genannt und 1816 im Kčonigreich Bayern bei der Freiherrenklasse immatrikuliert. Ihm entstammten mehrere hochgestellte Persčonlichkeiten der Kirche sowie des Militčars: Johann Philipp v. G., einer der umstrittensten Geistlichen seiner Zeit, hatte von 1599-1606 den fnrstbischčoflichen Stuhl von Bamberg inne, Daniel Johann Anton v. G. war pflichteifriger Weihbischof von Wnrzburg (1748-1788), Lothar Anselm v. G. zeichnete von 1818/1821 - 1846 als erster Erzbischof der neu errichteten Dičozese Mnnchen-Freising verantwortlich und Ludwig v. G., ein bekannter Militčarschriftsteller, trat 1914 als kommandierender General an die Spitze des 3. bayerischen Armeekorps in Nnrnberg, um nur einige zu nennen (vgl. Gebsattel 1927). - Viktor Emil war der erste von zwei Sčohnen des Kgl. bay. Generals der Kavallerie Konstantin Freiherr v. G. (1854 - 1932) und dessen Ehefrau Marie, geb. Freiin Karg von Bebenburg (1860-1927). Er und sein jnngerer Bruder, der im Alter von 16 Jahren starb, erfuhren durch ihre gottesfnrchtigen und frommen Eltern eine strenge Erziehung. Die Mutter fčorderte den sensiblen čaltesten Sohn hinsichtlich seiner knnstlerischen und wissenschaftlichen Begabungen. Von 1889 bis 1894 besuchte v. G. in Bamberg die Volksschule und das Neue Gymnasium, anschlieĎend das humanistische Neue Gymnasium in Wnrzburg, wo er als Zčogling des "Kgl. Adeligen Julianums" im Jahre 1901 erfolgreich das Abitur ablegte. Entsprechend der familičaren Tradition schien fnr den jungen Freiherrn die militčarische Laufbahn vorgezeichnet. Doch nach seinem Dienst als Einjčahrig-Freiwilliger wurde, bedingt durch eine Knieverletzung bei einem Jagdunfall mit anschlieĎender Gehbehinderung, eine militčarische Karriere dauerhaft vereitelt. Daraufhin strebte v. G. den diplomatischen Dienst als Berufsziel an und studierte Jurisprudenz in Berlin. Aber schon nach einem Jahr wechselte er das Studienfach. Ab 1903 studierte er in Mnnchen Philosophie, Psychologie sowie Kunstgeschichte. In seiner Geburtsstadt promovierte er 1906 bei Theodor Lipps, Professor fnr Philosophie, mit einer Dissertation nber das Thema: "Zur Psychologie der Gefnhlsirradiation". Der Studienabschluss bedeutete nicht čUbergang in einen Beruf. Jahre des Suchens und freie schriftstellerische Tčatigkeit schlossen sich an: Reisen nach Italien und Griechenland, in die Schweiz und vor allem nach Frankreich, wo v. G. in den Knnstlerkreisen um den čosterreichischen Lyriker Rainer Maria Rilke, August Rodin und Henri Matisse Eingang fand. čUbersetzungen franzčosischer Lyrik und eigene literarische Versuche, darunter ein umfangreiches Prosawerk, fallen in diesen Abschnitt seines Lebens (vgl. Gebsattel 1909, 1911), ebenso wie erste Begegnungen mit Vertretern der damals aufkommenden Psychoanalyse, wie Leonhard Seif. Die Freundschaft mit Rilke mag auch das lebenslange Interesse v. G.s an lyrischer Dichtung gefčordert haben, das in zwei unverčoffentlichten Bčanden eigener Verse seinen Niederschlag gefunden hat. (Vgl. Gebsattel 1954, 1958). - Im September 1911 nahm v. G. am III. Kongress der "Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung" teil. Etwa 50 Mitglieder und Gčaste aus vielen Teilen der Welt kamen in der Kongressstadt Weimar zusammen, bedeutende Persčonlichkeiten der Medizin, Psychiatrie und Psychoanalyse u. a. Karl Abraham, Eugen Bleuler, Paul Federn, Sâandor Ferenczi, Ernest Jones, Carl Gustav Jung und Sigmund Freud, der Begrnnder der Psychoanalyse. Die persčonliche Begegnung mit letztgenannten wurde fnr v. G. zum Schicksal: - "In dem biographischen Essay, den er nber den Meister und Lehrer fnr das Sammelwerk 'Die groĎen Deutschen' (Band 4, Berlin 1957) schrieb, zitiert er ein Wort Freuds, das fnr ihn selbst nicht weniger Geltung hatte: 'Wen die Psychoanalyse einmal gepackt hat, den lčaĎt sie nicht mehr los'" (Schmolze 1983, S. 13). Sich selbst rechnete v. G. zu "den undogmatischen Erben Freuds" (Gebsattel 1960, S. 195). Er schloss sich im Laufe seiner wissenschaftlichen Karriere keiner speziellen tiefenpsychologischen Schule an. In Weimar begegnete der 28-jčahrige Doktor der Philosophie auch noch der weit gereisten, sehr belesenen und bernhmt-bernchtigten Schriftstellerin und spčateren Psychoanalytikerin Lou Andreas-Salomâe, die aus russischem Adel stammte und u. a. mit Friedrich Nietzsche und Rainer Maria Rilke enge Beziehungen unterhalten hatte. Sie war in Begleitung ihres Geliebten Poul Bjerre, eines schwedischen Psychotherapeuten. Den Freiherrn faszinierte die damals 50-jčahrige Frau. Zwischen den beiden hatte "sich etwas angesponnen, was nicht lange wčahren sollte und dennoch tiefe Spuren im Leben Gebsattels hinterlieĎ" (Schmolze 1983, S. 13; vgl. Peters H. F. 1991, S. 350). - Im Jahre 1913 fasste v. G. den Entschluss Medizin zu studieren. Sechs Jahre spčater beendete er sein Medizinstudium mit der Dissertation "Verstčandnis atypischer Tuberkuloseformen". 1920 heiratete der inzwischen fast 37-jčahrige die Kinderčarztin Karoline von Falkenhayn. Aus der Ehe gingen zwei Tčochter hervor: Maria Elisabeth Viola (*1920) und Christine Elisabeth Mathilde (* 1922). - Nach einer psychoanalytischen Ausbildung und psychiatrisch-neurologischer Praxis an Klininken in Mnnchen wechselte v. G. 1922 an die Kuranstalten Westend in Berlin-Charlottenburg nber. Drei Jahre spčater erčoffnete er im dreiflngeligen Barockschloss Fnrstenberg i. Meckl., unweit der Reichshauptstadt gelegen, ein psychiatrisches Privatsanatorium, dem er auch als Leiter vorstand. Das Schloss war im nbrigen auch ein Treffpunkt namhafter Knnstler und Wissenschaftler. Mit groĎem Eifer setzte sich v. G. weiter mit der Psychoanalyse auseinander, die seinerzeit in Hochblnte stand. Sie hatte ihn als tiefglčaubigen Katholiken erschnttert, aber seine Verwurzelung in der katholischen Kirche war so tief, dass ein Bruch ausgeschlossen war: - "Wenn er dem Spannungsverhčaltnis zwischen den Grundsčatzen katholischer Moral und den Einsichten der Psychoanalyse in wechselndem MaĎe seine Aufmerksamkeit zuwendete, dann hatte das Interesse jugendbewegter Katholiken der zwanziger Jahre an dieser Fragestellung zumindest einen Impuls gegeben. Der 'Quickborn', der sich auf Burg Rothenfels einen Stntzpunkt geschaffen hatte, bat Gebsattel schon 1925 um seine Mitarbeit. Sein Aufsatz 'Der personale Faktor des Heilungsprozesses', der dann in der Quickborn-Zeitschrift 'Schildgenossen' (1925; M. B.) erschien, zeigt, daĎ sich Gebsattel dabei nicht auf Allgemeinplčatze zurnckzog. 1927 wurde Romano Guardini Leiter der Burg Rothenfels, die durch ihn nber die Funktion einer 'Jugendburg' hinauswuchs und zur Vorlčauferin der spčateren 'Katholischen Akademien' und zugleich zu einem Zentrum der inneren, liturgischen Erneuerung der Kirche wurde. Mit ihm verband Gebsattel schon bald ein Vertrauensverhčaltnis. Wenn er sich in der Folge auch als Psychotherapeut voll und ganz als 'Katholik' empfand und verstand, war dies vor allem dem Gesprčach mit Guardini zu danken, das die 'Auseinandersetzung' in einzelnen Problemkreisen keineswegs ausschloĎ. Drei Aufsčatze dokumentieren dieses Gesprčach: 'In seelischer Not. Briefe eines Arztes' (1940), 'Von der christlichen Gelassenheit' (1940) und 'Religion und Psychologie' (1941). In allen drei Fčallen sorgte Romano Guardini fnr den Druck" (Schmolze 1983, S. 14 f). - Wčahrend der Nazi-Zeit sympathisierte der Freiherr mit dem "Kreisauer Kreis" und versteckte in seiner Klinik, die 1939 beschlagnahmt wurde, auch Juden. Folgend erčoffnete er eine Privatpraxis und war zudem bis 1944 als Lehrbeauftragter am "Deutschen Institut fnr psychologische Forschung und Psychotherapie" in Berlin tčatig. Ende 1943 wurde bei einem Bombenangriff auf Berlin v. G.s Wohnung und seine Praxis zerstčort. Daraufhin nbersiedelte die Familie nach Wien, wo der Mediziner eine psychotherapeutische Poliklinik, eine Zweigstelle des genannten Instituts, aufbaute und leitete. - Nach dem Zusammenbruch der Nazi-Diktatur arbeitete er fnr kurze Zeit in privater Praxis in čUberlingen, folgend als Chefarzt der psychiatrischen Privatklinik "Schloss Haus Baden" bei Badenweiler. AuĎerdem nbernahm er an der Universitčat Freiburg einen Lehrauftrag fnr medizinische Psychologie und Psychotherapie. In diese Zeit fčallt seine persčonliche Bekanntschaft mit Martin Heidegger. Im Alter von 67 Jahren wurde der weithin bekannte und hochgeschčatzte Wissenschaftler als Honorarprofessor nach Wnrzburg berufen: - "Mit dem Wintersemester 1950/51 beginnt v. Gebsattel an der Medizinischen Fakultčat seine Lehrtčatigkeit und nbernimmt fnr ein Jahr, bis zur endgnltigen Wiederbesetzung des Lehrstuhls, die kommissarische Vertretung der ordentlichen Professur fnr Psychiatrie und Nervenheilkunde. Als kommissarischer Leiter der Psychiatrischen Klinik hčalt er Vorlesungen in medizinischer Psychiatrie. Dann betreut er den ebenfalls verwaisten Lehrstuhl fnr Erbbiologie und Anthropologie. SchlieĎlich gelingt es ihm, diesen durch Verhandlungen mit dem Bundesministerium umzuwidmen in ein 'Lehrinstitut fnr Psychotherapie und medizinische Psychologie'. Dieses Institut an der Universitčat Wnrzburg ist das erste dieser Art an einer deutschen Hochschule (der dazugehčorende Lehrstuhl folgte und wurde so zum ersten in Deutschland errichteten Lehrstuhl fnr Psychotherapie und Medizinische Psychologie; M. B.). Nahezu zwei Jahrzehnte, bis 1969, ist v. Gebsattel Vorstand des Instituts fnr Psychotherapie und Medizinische Psychologie (noch heute trčagt es diesen Namen, M. B.)" (Otte 1996, S. 138 f). - Ab 1952 gab v. G. gemeinsam mit Gustav Kafka die in Fachkreisen hoch angesehene "Zeitschrift fnr Klinische Psychologie und Psychotherapie" (damals unter dem Namen "Jahrbuch fnr Psychologie und Psychotherapie") heraus, und blieb bis zu seinem Tod einer ihrer Herausgeber. Bis in die 1960er Jahre gehčorte er dem Beirat des Periodikums "Der Nervenarzt" an, auĎerdem zeichnete er als Mitherausgeber der "Zeitschrift fnr Sexualforschung", der "Confinia Psychiatrica", des mehrbčandigen "Handbuchs der Neurosenlehre und Psychotherapie", des "Handbuchs der medizinischen Sexualforschung" sowie des Fachbuches "Psychopathologie der Sexualitčat" verantwortlich. čUberdies leitete er mehrere Jahre die Sektion Psychologie und Psychotherapie der "Gčorres-Gesellschaft". - Februar 1958 wurde v. G. zum 75. Geburtstag mit dem GroĎen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet, vor allem in Anerkennung seiner Verdienste um die Rehabilitation der Psychotherapie in Deutschland nach dem Zusammenbruch der Nazi-Gewaltherrschaft. Durch seine čarztliche und psychotherapeutische Tčatigkeit sowie Lehrtčatigkeit erwarb sich v. G. viele Schnler und Freunde, wovon das umfangreiche Sammelwerk "Werden und Handeln" (Stuttgart 1963), erschienen zu seinem 80. Geburtstag, beredtes Zeugnis ablegt. Namhafte čArzte, Philosophen, Psychologen, Psychiater und Psychotherapeuten wie Ludwig Binswanger, Walter Brčautigam, Igor A. Graf Caruso, Hans Giese, Eugáene Minkowski, Erwin Straus, Eckart Wiesenhntter entrichteten dem "philosophischen Seelenarzt" ihre Anerkennung und ihren Dank. Fnr seine wissenschaftlichen Leistungen im Grenzgebiet von Medizin, Philosophie, Ethik und Theologie wnrdigte ihn die Universitčat Wnrzburg: Die Theologische Fakultčat ernannte ihn, anlčasslich seines 90. Geburtstages, zum Ehrendoktor der Theologie, zugleich nberreichte ihm die Medizinische Fakultčat die "Franz-von-Rienecker-Medaille" in Gold: - "Die Auszeichnungen sind Ausdruck fnr reich empfundene Begegnungen und tiefer Dankbarkeit dafnr, daĎ v. Gebsattel in seinem Lebenswerk die enge Verbindung zwischen einem zwar universalen, aber letztlich doch 'personal' orientierten Christentum und der psychotherapeutischen Behandlung niedergelegt hat. Sein Menschenbild, das er wiederholt entwirft, um es im Rahmen des Christentums wieder aufzurichten, ist eben nicht ohne eine zutiefst christliche Konzeption zu denken. Dies ist auch aus seinem Therapieverstčandnis deutlich. Er versteht Therapie immer im personalen Sinn einer Versčohnung, die letztlich zwischen Mensch und Gott geschieht" (Otte 1996, S. 141 f). - Nach dem Tod seiner Frau Karoline im Jahre 1966 verlegte v. G. seinen Lebensmittelpunkt wieder nach Bamberg zurnck. Er heiratete in zweiter Ehe Rosmarie von Minden, geb. Renz, in deren Haus er nochmals eine psychotherapeutische Praxis erčoffnete. Hier starb Freiherr v. G. am 22. Mčarz 1976 im Alter von 93 Jahren. - Die umfangreiche wissenschaftliche Hinterlassenschaft v. G.s stellt keine systematische und umfassende Theorie dar. Der Psychoanalytiker Igor A. Caruso nannte seine Art, den Menschen zu einem befreiten Leben zu verhelfen, "anthropologische Psychotherapie" (schlieĎt folgend Medizin und Psychiatrie mit ein). Demgegennber betrachtete v. G. die Bezeichnung "personale Psychotherapie" als zutreffender (vgl. Wiesenhntter 1969, S. 149). Damit ist bereits die Richtung seines Forschungs- und Therapieschwerpunktes angedeutet. Als Mediziner, Psychiater und praktizierender Psychotherapeut war er stets bemnht, die humane Dimension in die Medizin (schlieĎt folgend Psychotherapie und Psychiatrie mit ein) einzubeziehen. Vordergrnndig ist es Aufgabe des Arztes (schlieĎt folgend den Psychotherapeuten und Psychiater mit ein), dem Patienten eine Ich-Du-Begegnung zu ermčoglichen. Sein Hauptaugenmerkmal liegt auf der "Existenzform des konkreten Menschen", auf den Patienten als "Person" (Gebsattel 1960, S. 198). Dazu čauĎerte sich v. G. folgendermaĎen: - "Niemals kčonne die Medizin sich anmaĎen, eine Wesenslehre vom Menschen zu entwickeln. Niemals sei sie berufen, den Sinn der menschlichen Existenz zu ergrnnden, oder die Idee, das Wesensbild des Menschen zu ergreifen. Aber dieses alles in seinem Sinn bewegend, kčonne der Mediziner erst Arzt werden. In der Ausrichtung auf das nie gewuĎte, aber immer gegenwčartige Totum humanum, werde der Arzt zu einer anderen, einer umfčanglicheren Vorstellung in seinem Umgang mit dem kranken Menschen gelangen, zu einer anderen Begegnung, als sie dem bloĎen Naturwissenschaftler mčoglich sei. GewiĎ decken der Logos vom Menschen und der medizinische Ausblick auf diesen Logos sich nicht. Sondern Kranksein bedeute nur einen Aspekt des Menschen" (Gebsattel 1959, S. 194 f). - Dabei war er der Ansicht, "daĎ der Logos vom Menschen nur auf dem Weg der Beteiligung aller Fakultčaten, und auch so nur annčahernd zu erschieĎen sei" (ebd., S. 199). Eindeutig liegt hier die Betonung auf annčahernd, zumal man letztlich den "Geheimnis-Stand des Menschseins" (ebd., S. 195) nicht ergrnnden kčonne. Trotzdem begegnet man dem Menschen in eben seinem "Geheimnis-Stand", wenn er als Kranker den Arzt aufsucht, denn die Krankheit, "was immer nber sie in wnnschenswerter, ja gebotener Versachlichung ausgemacht werden kann, sie doch in erster Linie eine Weise des Menschseins ist: daĎ also die grundlegende medizinische Fragestellung von dieser Tatsache auszugehen hat: welche Wirklichkeit sich in der mitmenschlichen Begegnung mit der einmaligen, unauswechselbaren Person des Kranken erschlieĎt" (ebd., S. 198). Nach v. G. ist die Begegnung zwischen Arzt und Patient durch Handlungscharakter gekennzeichnet. Diesbeznglich unterschied er drei Sinnstufen des čarztlichen Handelns, die zueinander in einem dialektischen Verhčaltnis stehen. Die erste Sinnstufe ist die elementar-sympathetische Stufe, in der der Arzt durch die Not eines Begegnenden angerufen wird. Hier liegt die Aufgabe des Arztes, denn der "Rufcharakter" der Not erfordert Antwort und Hilfe. Dann folgt die zweite Sinnstufe des čarztlichen čUberlegens, Planens und Handelns. Die zweite Sinnstufe wird auch als diagnostisch-therapeutische Sinnstufe bezeichnet. Was das Verhčaltnis zwischen Arzt und Patienten betrifft, ist das die sogenannte Entfremdungsstufe, d. h. die Einheit zwischen Arzt und Patient muss zunčachst wieder in den Hintergrund treten, zugunsten der sachlich, wissenschaftlich begrnndeten, objektiven Hilfeleistung. Es folgt eine dritte, die Begegnung umfassende Sinnstufe, die durch Partnerschaft zwischen Arzt und Patienten gekennzeichnet ist. Sie wird die personale Stufe genannt, da die Arzt-Patientenbeziehung von partnerschaftlichem Charakter geprčagt ist: ein "Partnerverhčaltnis von Personen, die gleichgestellt sind im Hinblick auf das Sein" (Gebsattel 1953, S. 377). In dieser personalen Gemeinschaft begegnen sich Arzt und Patient als Mitmenschen, als Personen ganz spezifischer und individueller Art (vgl. Gebsattel 1964, S. 67 f). - Wčahrend v. G.s Werk in seiner Gesamtheit auf die "Vorbereitung einer medizinischen Anthropologie" (vgl. Gebsattel 1954) zielt, čauĎerte er sich im Detail zu vielen weiteren Themen wie der Neurosenlehre, der Traumdeutung, der Psychoanalyse und -therapie, der Theologie, der Philosophie, der Pčadagogik, der Kunst und Literatur, zu speziellen Stčorungsbildern wie z. b. Phobien, Zwangsneurosen, Depressionen, Perversionen und anderen psychopathologischen Symptomen bis hin zu Betrachtungen von spezifisch anthropologischen Themen wie Tod, Angst, Ehe und Liebe. Sie sind zusammengefasst in den beiden Sammelwerken "Prolegomena einer medizinischen Anthropologie" (1954) und "Imago Hominis" (1964). Insgesamt betrachtet steht allgemein im Zentrum seiner umfangreichen wissenschaftlichen Arbeiten die (christliche) Theologie, als diejenige Grundlagenwissenschaft, die den umfassenden Rahmen bereitstellt, in den die letzten Aussagen nber das menschliche Wesen einzuordnen sind. Fnr den tiefglčaubigen Katholiken "ist das Christentum bekanntlich keine Religion unter anderen Religionen, sondern die 'Wahrheit', wčahrend die anderen religičosen Lehren 'nur Religionen' sind" (Schlegel 1973, S. 180). Mit seiner Mčoglichkeit und seinem Auftrag, Person, als "transzendierende abgehobene Wesensmitte des Menschen" (Wiesenhntter 1969, S. 150), zu werden, erweist sich nach Ansicht des "philosophischen Seelenarztes" der Mensch als das Ebenbild Gottes. Im Du Gottes wurzelt jedes menschliche Du (vgl. Gebsattel 1925, S. 247 ff.). Ein Angebot fnr einen solchen "personalen Seinsgrund" stellt fnr den Wissenschaftler das (katholische) Christentum dar; "denn es ist eine Wirklichkeit hinter dem Geltungsbereich ethisch-praktischer Normen, nicht ein Inbegriff von moralischen Leitsčatzen und Neubestimmungen. Damit ist Personsein vom Menschen her gesehen ein Wagnis des Glaubens und von Gott her gesehen ein Akt der Liebe" (Gebsattel 1953, S. 73). Demzufolge liegt die tiefste Wesensbestimmung des Menschen in seiner Gottesebenbildlichkeit begrnndet. Viele Wege fnhren zum Menschen, auch wenn der "Geheimniszustand des Menschseins" (Gebsattel 1959, S. 195) letztlich nie ganz ergrnndet werden kann. Somit ist der letzte Grund des Menschen wissenschaftlich und psychologisch unfassbar. - In mehreren Beitrčagen befasste sich v. G. eingehend mit dem Werk seines Meisters und Lehrers, Sigmund Freud, sowie der Analytischen Psychologie des bedeutenden schweizerischen Psychoanalytikers Carl Gustav Jung, ganz besonders mit dessen Einstellung zur Mythologie, Religion und zum Christentum. Was seine Kritik an Sigmund Freud und dessen Menschenverstčandnis betrifft, vermerkte v. G.s Schnler Eckart Wiesenhntter: - "Fnr GEBSATTEL ist FREUDS Lehre nur eine Teillehre menschlicher Aspekte und nicht einmal eine der wichtigsten oder zentralen. Wird FREUD unterschoben, sein Anliegen sei ein neues Menschenverstčandnis gewesen, korrigiert diese Ansicht GEBSATTEL, von einer Abwendung von der Krankheit und einer Hinwendung zum Menschen kčonne bei FREUD keine Rede sein, sondern der Ehrgeist FREUDS ging dahin, auch die menschliche Seele der naturwissenschaftlichen Methodik zugčanglich zu machen. Von 'Tiefenmechanismen' redete er, von 'seelischen Apparaturen und Funktionen', von 'Affekt- und Triebdynamismen'. Nicht die Begegnung mit dem kranken Menschen, sondern die Analyse der kranken Psyche war sein Thema. Diese wurde genauso zum Objekt gemacht wie die Kčorperorgane des Menschen" (Wiesenhntter 1974, S. 81). - In seinem wohl populčarsten Buch "Christentum und Humanismus", erschienen 1947, verwies der Freiherr auf die Gefahr des von Jung selbst angeprangerten Psychologismus (!), als bei ihm der "innere Gott" vor dem personalen Gott des biblischen Glaubens rangiere. In dem der Analytischen Psychologie zugrunde liegenden Menschenbild sei wohl von archetypischen Faktoren die Rede, die innere Erfahrungen konstellieren, es fehle ihr jedoch, so v. G., die Instanz, welche gegennber dem Unbewussten die Entscheidung treffe. Polemisch konstatierte er: - "Ist das nicht Psychologismus, so kann man mit gleichem Recht den Elefanten ein Gčanseblnmchen nennen und behaupten, man sei eben ein Botaniker" (Gebsattel 1947, S. 36). - čUber v. G.s kritischer Auseinandersetzung mit den Jung'schen Einstellungen, dabei speziell zum Christentum, resnmierte Leonhard Schlegel: - "Er stellt fest, daĎ christliche Motive in der Psychologie JUNGs tatsčachlich eine gewisse Rolle spielten, wenn auch blaĎ, verwaschen, unwirksam und ohne Zuerkennung einer fnhrenden Bedeutung. JUNG ordne das Christentum in seine Archetypologie ein, die er als Pragmatist, Psychologist und religičoser Agnostiker aufgestellt habe. 'Der Versuch so vorzugehen bedeutet einen Versuch, mit heidnischen Kategorien, Symbolen, Mythologemen, lauter inadčaquaten Erkenntnisweisen, die toto coelo verschiedene Haltung des Christen zum Dasein im ganzen zu erfassen'... Im Grunde genommen sei es der alte Gegensatz von Christentum und Heidentum, der sich bei JUNG kundtue. Als Ersatz fnr den christlichen Glauben schlage JUNG die abenteuerliche und risikoreiche Auslieferung an die innere Erfahrung vor, womit die Neigung einhergehe, Seele und Selbst zu vergotten. Wenn sich auch unter dem EinfluĎ seiner Behandlung Patienten gnnstig entwickeln kčonnten, so daĎ sie mit umfčanglicher gewordener und erhellter Persčonlichkeit aus der Behandlung entlassen wnrden, so reichten die Gesichtspunkte der JUNGSCHEN Psychologie doch nicht 'an die Unheiltiefe der abendlčandischen Menschheit heran'... Die Ansicht v. GEBSATTELS, die Behandlung religičoser Probleme durch JUNG zeuge von Heidentum, ist durchaus verstčandlich. Damit anerkennt v. GEBSATTEL einerseits, daĎ es JUNG tatsčachlich um echte Religiositčat zu tun ist, bestreitet aber andererseits, daĎ es sich bei der Religiositčat von JUNG um glčaubiges Christentum im Sinne v. GEBSATTELS handelt" (Schlegel 1973, S. 179). - Natnrlich blieb v. G.s Werk nicht unkritisiert, das fnr manchen Kritiker in einem "Mystizismus" endete, der wissenschaftlich kaum noch vertretbar sei. Dieter Wyss ist folgender Meinung: - "Den Auffassungen v. Gebsattel fehlt die Radikalitčat und der Mut, die christliche Bestimmung des Daseins in Frage zu stellen, sein Weltbild bleibt 'ontisch' orientiert, deshalb wird das lebendige Subjekt, das Individuum, auch nur in der Perspektive und in den Zuordnungen einer bestimmten Weltanschauung sichtbar" (Wyss 1957, S. 272). Und Josef Rattner fngte kritisch an: - "Beznglich seiner eigenen Position verfčallt er (v. G.; M. B.) jedoch in den bedenklichen Irrtum, sie als nbergreifendes Wissen und nahezu unumstčoĎliche Weisheit zu verabsolutieren. Dies mag eine logische Konsequenz der 'Katholizitčat' seiner Lehre sein, die mitunter aufdringlicher hervortritt, als dies in wissenschaftlichen Texten - auch bei grčoĎtmčoglicher Konzilianz des Lesers - akzeptiert werden kann. Es ist im 20. Jahrhundert mehr als problematisch, das Christentum als einzig mčoglichen Humanismus anzupreisen... Es ist ungemein irritierend, wenn man den neuzeitlichen Rationalismus, Empirismus, Agnostizismus und Humanismus verurteilt" (Rattner 1980, S. 278 ff.). - In seiner Kritik bezieht sich Josef Rattner auf v. G.s Publikation "Christentum und Humanismus", in der der Adelige nber das fragwnrdige Wesen Mensch folgendes "Globalurteil" fčallte: - "Ein so gefčahrdetes, ein so fragwnrdiges Wesen wie der Mensch gehčort nčamlich in den Schutz des Heiligen. Ja gerade das Gute in ihm, seine Edelkeit, seine Kalokagathia, seine Humanitčat gehčort in den Schutz des Heiligen. Seine reine Eigenwnchsigkeit reicht selten aus, ihn vor dem Verderben zu schntzen... Die christliche Heilsordnung des Mittelalters war Orientierung und Fnhrung. Nicht als ob das Unheil fnr den einzelnen dadurch ausgeschaltet gewesen wčare. Allein die Tatsache, daĎ seine Mčoglichkeiten abgesteckt, ja geordnet waren, hielt das Unheil in Schach. Nichts bčandigt die Macht des Bčosen so sehr wie der Hinweis auf die Modalitčaten seines Vorkommens und Wirkens. Der Dekalog erzeugt in der Seele die Hellsichtigkeit, ohne die sie blind genannt werden mnĎte... Wenn die Welt nicht nach oben und innen anstčoĎt an Gott als an ihre Grenze, wird sie grenzenlos, und der Mensch ist dem Fluch der verwirrenden Unendlichkeit ausgeliefert. Dasselbe gilt auch vom Werden: besteht nicht die Mčoglichkeit einer Heiligung seiner angeblichen 'Unschuld', wird das Leben schal, giftig, bčose oder stirbt ab. Das Gute im Menschen muĎ sich im absolut Guten wiederfinden, um atmen und wachsen zu kčonnen" (Gebsattel 1947, S. 172 f). - In jnngster Zeit hatte die Heidelberger Universitčatsklinik fnr Allgemeine Psychiatrie eine Station nach den bedeutenden Vertreter "einer anthropologischen Forschungsrichtung in der Psychiatrie" (http://66.249.93.104/search?q =cache:3pHtgcXKTFIJ:www.klinikum.uni-heidelberg.de/i) benannt. Werke (Ausw.): Zur Psychologie er Gefnhlsirradiation (Diss.), in: Archiv fnr Psychologie, 10 1907, 134 ff.; Zwei Briefe an den Dichter Chăenedollâe, in: Hyperion, 5 1908, 46 ff.; Auf dem Weg zu Diotima, in: Hyperion, 7 1909; Ein Verfnhrer, in: Hyperion, 12 1910, 97 ff.; Herâedia, Josâe M. de, Trophčaen, dt. von E. v. G., Mnnchen 1909; Moral in Gegensčatzen. Dialektische Legenden, Mnnchen 1911; Der Einzelne und der Zuschauer, in: Zeitschrift fnr Pathopsychologie, Bd. 2, 1913, 36 ff.; Beitrag zum Verstčandnis atypischer Tuberkuloseformen (Diss.), in: Brauer, L. (Hrsg.): Beitrčage zur Klinik der Tuberkulose, Leipzig/Wnrzburg 1920, 1 ff.; Der personale Faktor des Heilungsprozesses, in: Schildgenossen, 4 1925, 495 ff.; Ehe und Liebe. Zur Phčanomenologie der ehelichen Gemeinschaft, in: Zeitschrift fnr Včolkerpsychologie und Soziologie, 1 1925, 247 ff.; Was wirkt bei der Psychoanalyse therapeutisch?, in: Der Nervenarzt, 1 1928, 94 ff.; Zeitbezogenes Zwangsdenken in der Melancholie. Versuche einer konstruktiv-genetischen Betrachtung der Melancholiesymptome, in: Der Nervenarzt, 1 1928, 275 ff.; Max Scheler †, in: Der Nervenarzt, 1 1928, 454 ff.; čUber Fetischismus, in: Der Nervenarzt, 2 1929, 8 ff.; Snchtiges Verhalten im Gebiet sexueller Verirrungen, in: Monatsschrift fnr Psychiatrie und Neurologie, Bd. 82, 1932, 8 ff.; Zur Psychopathologie der Phobien. I. Teil: Die psychasthenische Phobie (2 Tle.), in: Der Nervenarzt, 8 1935, 337 ff, 398 ff.; Zur Frage der Depersonalisation. Ein Beitrag zur Theorie der Melancholie (2 Tle.), in: Der Nervenarzt, 10 1937, 169 ff., 248 ff.; Die Welt des Zwangskranken, in: Monatsschrift fnr Psychiatrie. Bd. 99, Festschrift fnr Karl Bonhoeffer zum 70. Geburtstag, Leipzig, 1938, 10 ff.; Die Stčorungen des Werdens und des Zeiterlebens im Rahmen psychiatrischer Erkrankungen, in: Chr. H. Roggenau (Hrsg.), Gegenwartsprobleme der psychiatrisch-neurologischen Forschung. Vortrčage auf dem Internationalen Fortbildungskurs, Berlin, 1938, Stuttgart 1939, 54 ff.; In seelischer Not. Brief eines Arztes, Wnrzburg 1940 (Christliche Besinnung 26, Hrsg. Romano Guardini u.a.); Von der christlichen Gelassenheit. Brief eines Arztes, Wnrzburg 1940 (Christliche Besinnung 35, Hrsg. Romano Guardini u.a.); Religion und Psychologie, in: Schildgenossen, 20 1941, 45 ff.; Not und Hilfe. Prolegomena zu einer Wesenslehre der geistig-seelischen Hilfe, Kolmar 1944 (ern. Freiburg 1947); Ehekrisen, in: Gentges, I. (Hrsg.): Ring des Lebens. Das Buch der christlichen Familie, Recklinghausen [ca. 1946], 249 ff.; Die Eltern als Berater der Kinder in der Reifezeit. Eine Ansprache an die Eltern. In: ebd., 435 ff; Sigmund Freud und die Seelenheilkunde der Gegenwart, in: Medizinische Klinik, 41 1946, 391 ff.; čUber Anwendungsbereich und Sinn der kathartischen Hypnose, in: Bericht nber den KongreĎ fnr Neurologie und Psychiatrie, Tnbingen 1947, 16 ff.; Christentum und Humanismus. Wege des menschlichen Selbstverstčandnisses, Stuttgart 1947; Das Ethos des Arztes. Ein Gesprčach, in: Wort und Wahrheit, 3 1948, 652 ff.; Das christliche Berufsethos des Arztes, in: Ammer, J. u. Borgmann, K. (Hrsg.): Anruf und Zeugnis der Liebe. Beitrčage zur Situation der Caritasarbeit, Regensburg 1948, 118 ff.; Zur Psychopathologie der Sucht, in: Studium Generale, 1 1948, 257 ff.; Aspekte des Todes, in: Jores, A. (Hrsg.): čUber den Tod, Hamburg 1949, 60 ff. (Synopsis. Studien aus Medizin und Naturwissenschaft, 3); Die Person und die Grenzen des tiefenpsychologischen Verfahrens, in: Studium Generale, 3 1950, 273 ff.; Phčanomenologie und Psychopathologie der Onanie, in: Katechetische Blčatter, 75 1950, 409 ff.; Daseinsanalytische und anthropologische Auslegung der sexuellen Perversionen, in: Zeitschrift fnr Sexualforschung, 1 1950, 1 ff.; Anthropologie der Angst, in: Hochland, 43 1951, 352 ff.; Krisen in der Psychotherapie, in: Jahrbuch fnr Psychologie und Psychotherapie, 1 1952, 66 ff.; Geschlechtsleib und Geschlechtstrieb. Bemerkungen zu einer Anthropologie des Geschlechtslebens, in: Psyche, 6 1953, 615 ff.; Zur Sinnstruktur der čarztlichen Handlung, in: Studium Generale, 6 1953, 461 ff.; Psychoanalyse und Tiefenpsychologie. Ihre psychotherapeutischen Grenzen, in: Jahrbuch fnr Psychologie und Psychotherapie, 1 1953, 409 ff.; Verse, Wnrzburg 1954 (unverčoffentl. Typoskript; Bd.1); Prolegomena einer medizinischen Anthropologie. Ausgewčahlte Aufsčatze, Berlin 1954; Traum und Symbol, in: Jahrbuch fnr Psychologie und Psychotherapie, 3 1955, 37 ff.; čUber die Anwendung anthropologischer Gesichtspunkte im Gebiet der Psychotherapie, in: Jahrbuch fnr Psychologie und Psychotherapie, 3 1955, 125 ff.; Allgemeine und medizinische Anthropologie des Geschlechtslebens, in: Giese, H. (Hrsg.): Die Sexualitčat des Menschen, Stuttgart 1955, 1 ff.; Anthropologie und Dichtung. Betrachtungen zum Wesensbild des Menschen bei A. Stifter, in: Jahrbuch fnr Psychologie und Psychotherapie, 4 1956, 11 ff.; Verse - čUbersetzungen - Frnhe Prosa, Wnrzburg 1958 (unverčoffentl. Typoskript; Bd. 2); Sigmund Freud, in: Heimpel, H. (Hrsg.): Die groĎen Deutschen. Bd. IV., Berlin 1958, 372 ff.; Handbuch fnr Neurosenlehre und Psychotherapie, Mnnchen 1959 ff.; Medizinische Anthropologie. Einfnhrende Gedanken, in: Jahrbuch fnr Psychologie, Psychotherapie und Medizinische Anthropologie, 7 1959, 193 ff.; Gedanken zu einer anthropologischen Psychotherapie, in: Frankl, V. E./Gebsattel V. E. v./Schultz, J. H. (Hrsg.): Handbuch der Neurosenlehre und Psychotherapie. Bd. 3, Mnnchen/Berlin 1959, 531 ff.; Der Bogen des Philoktet. Gedanken zu einer personalen Anthropologie, in: Institut fnr Psychotherapie und Medizinische Psychologie der Universitčat Wnrzburg (Hrsg.): Randzonen menschlichen Verhaltens. Beitrčage zur Psychiatrie und Neurologie. Festschrift zum fnnfundsechzigsten Geburtstag von Prof. Dr. H. Bnrger-Prinz, Stuttgart 1962, 1 ff.; Geleitwort, in: Giese, H. (Hrsg.): Psychopathologie der Sexualitčat, Stuttgart 1962, XIII ff.; Imago Hominis. Bild des Menschen in der Wissenschaft, Schweinfurt 1964; Imago Hominis. Beitrčage zu einer personalen Anthropologie, Salzburg 1968; Geleitwort, in: Bjerre, P.: Psychosynthese, Stuttgart 1971, 7 ff. Lit. (Ausw.): Gebsattel, L. v.: Notizen zur Geschichte meiner Familie, Augsburg 1927; Caruso, I. A.: Victor E. Freiherrn von Gebsattel zum 70. Geburtstag, in: Jahrbuch fnr Psychologie und Psychotherapie, 1 1953, 133 ff.; Wyss, D.: Victor von Weizsčackers Stellung in Philosophie und Anthropologie der Neuzeit, in: Weizsčacker, V. v./Wyss, D.: Zwischen Medizin und Philosophie, Gčottingen 1957, 181 ff.; Straus, E. W.: Victor Emil Freiherrn von Gebsattel zum 75. Geburtstag, in: Jahrbuch fnr Psychologie und Psychotherapie, 6 1959, 303 ff.; Binswanger, L., Victor von Gebsattel, in: Jahrbuch fnr Psychologie und Psychotherapie, 6 1959, 316 ff.; Minkowski, E.: Lettre-hommage au professeur v. Gebsattel, in: Jahrbuch fnr Psychologie und Psychotherapie, 6 1959, 316 ff.; Wiesenhntter, E. (Hrsg.): Werden und Handeln, Stuttgart 1963; Wyss, D.: Die tiefenpsychologischen Schulen von den Anfčangen bis zur Gegenwart. Entwicklung, Probleme, Krisen, Gčottingen 1966, 284 ff.; Schlegel, L.: GrundriĎ der Tiefenpsychologie unter besonderer Berncksichtigung der Neurosenlehre und Psychotherapie. Band IV. Die Polaritčat der Psyche und ihre Integration. Eine kritische Darstellung der Psychologie von C. G. Jung, Mnnchen 1973; Stollberg, D., Liebe und Sachlichkeit. Seelsorge und Psychotherapie nach V. E. Gebsattel, in: Deutsches Pfarrerblatt, 73 1973, 86 ff. u. 117 ff.; Wiesenhntter, E.: Freud und seine Kritiker, Darmstadt 1974; Wiesenhntter, E.: Victor Emil von Gebsattel †, in: Zeitschrift fnr Klinische Psychologie und Psychotherapie, 24 1976, 197 ff.; Kisker, K. P.: "Gottčahnliches Herz". Viktor von Gebsattels Wege zur Person, in: Zeitschrift fnr Klinische Psychologie und Psychotherapie, 24 1976, 292 ff.; Balmer, H. (Hrsg.): Die Psychologie des 20. Jahrhunderts. I. Die europčaischen Traditionen. Tendenzen - Schulen - Entwicklungslinien, Znrich 1976, 524 ff.; Tellenbach, H.: Epilog auf das Leben und den Tod des Freiherrn V. E. von Gebsattel, in: Der Nervenarzt, 48 1977, 181 f; Rattner, J. (Hrsg.): Wandlungen der Psychoanalyse, Wien 1980, 257 ff.; Schmolze, G.: Arzt und Mittler. Zum 100. Geburtstag von Viktor Emil Freiherr von Gebsattel, in: Unser Bayern. Heimatbeilage der Bayerischen Staatszeitung 32/2 1983, 13 ff; Welsch, U./Wiesner, M.: Lou Andreas-Salomâe. Vom "Lebensurgrund" zur Psychoanalyse, Mnnchen u.a. 1990; Peters, H. F.: Lou Andreas-Salomâe. Das Leben einer auĎergewčohnlichen Frau, Mnnchen 1991; LThK, Bd. 4, Freiburg 1995, 329; Passie, T.: Phčanomenologisch-anthropologische Psychiatrie und Psychologie. Eine Studie nber den 'Wengener Kreis': Binswanger - Minkowski - von Gebsattel - Straus, Stuttgart 1995; Springer, S.: Zur Theorie der religičosen Erziehung. Darstellung und Analyse der Beitrčage von Joachim Illies, Viktor Emil Frankl, Victor Emil von Gebsattel und Wolfhart Pannenberg, Hamburg 1995; Rother, K.: Die anthropologische Psychotherapie bei Victor Emil Freiherr von Gebsattel, Wnrzburg 1996 (Diss.); Otte, B. C.: Zeit in der Spannung von Werden und Handeln bei Victor Emil Freiherr v. Gebsattel. Zur psychologischen und ethischen Bedeutung von Zeit, Frankfurt/Main 1996; DBE. Bd. 3, Mnnchen 1996, 505; Bnhler, K.-E./Rother, K.: Die anthropologische Psychotherapie bei Victor Emil Freiherr von Gebsattel, in: Fundamenta Psychiatrica, 1 1999, 1 ff.; Czef, H.: Anthropologie der Angst bei V. E. von Gebsattel, in: Fundamenta Psychiatrica, 3 1999, 119 ff.; Eckart, W. U./Gradmann, C. (Hrsg.): čArzte Lexikon. Von der Antike bis zur Gegenwart, Berlin 2001, 131; Fiedler, Th.: Das Ich versagt am Es. Zu Rilkes Rezeption der Psychoanalyse, in: Badewien, J./Schmidt-Bergmann, H. (Hrsg.), Rainer Maria Rilke. Eine Annčaherung, Karlsruhe 2004, 102-139; Kčorner, H.-M. (Hrsg.): GroĎe Bayerische Enzyklopčadie. Bd. 1, Mnnchen 2005, 616. Webseite: http://66.249.93.104/search?q=cache:3pHtgc XKTFIJ: www.klinikum.uni-heidelberg.de/i (29.8.2005) Manfred Berger

Born: Munich, , Bavaria, Germany 4th Feb 1883 Baptised:
Died: Bamberg, , Bavaria, 22nd Mar 1976 Buried:
Family:
von Gebsattel

Ancestors
[ Patrilineage | Matrilineage | Earliest Ancestors | Force | Force2 | Set Relationship | Relationship | Options ]

1.
Viktor (Victor) Emil Klemens Franz 
von Gebsattel
(
von Falkenhayn
) 1883 - 1976
2.  
 
3.
Maria 
Karg von Bebenburg
(
von Gebsattel
) 1860 - 1927
6.
Clemens August Franz Vincent Paul 
Karg von Bebenburg
(
von Handel
) 1825 - 1896
7.
Bruna Helena C.F.M. 
von Handel
(
Karg von Bebenburg
) 1837 - 1864

Siblings



Spouses



1. 15th Jan 1920
Karoline 
von Falkenhayn
(
von Gebsattel
) 1894 - 1966

Descendants
[ Options ]

a.
Karoline 
von Falkenhayn
(
von Gebsattel
) 1894 - 1966
1.
hidden
1a.
hidden
1.1.
hidden
...
1.2.
hidden
1.3.
hidden
1.4.
hidden
Sources

Timeline


4th Feb 1883Born (birth) Munich, Bavaria, Germany
15th Jan 1920Married
Karoline 
von Falkenhayn
(
von Gebsattel
) 1894 - 1966 (marriage)
22nd Mar 1976Died (death) Bamberg, Bavaria
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